Al Dente bietet von Musik bis Literatur und Theater, ein Repertoire an, welches politisch, gesellschaftlich und künstlerisch wertvoll ist, das Herz wie auch den Kopf anspricht. Hier findet ihr den Überblick und es würde uns freuen, wenn ihr euch eine Zusammenarbeit vorstekllen könnt!
Kontakt:
Felix und Kutlu
Mail: kontakt@aldenterecordz.de
Mobil: 0178 202 10 62
Bejarano & Microphone Mafia



Es begann mit einem einfachen Telefonat: „Hallo hier ist der Kutlu von der Microphone Mafia“ und der erbosten Antwort: „Warum ruft die Mafia bei mir an, mit der Mafia will ich nichts zu tun haben!“Am 08.03.2008 trafen sich daraufhin Esther Bejarano und Kutlu von der Microphone Mafia in Hamburg und dieses Treffen war der erste Schritt dieses Leben gemeinsam zu leben, zu lieben: „AMA L VITA“!
Leider ist jetzt Esther Bejarano am 10.07.2021 körperlich von uns gegangen und hat eine große Lücke hinterlassen, die wir als Gesellschaft und Freunden*Innen gemeinsam versuchen zu schließen. Esther hat noch in ihrem Krankenbett zu Joram Bejarano und Kutlu Yurtseven gesagt, Ihr müsst weitermachen. „Jetzt müsst Ihr weitermachen, meine Rache mit Musik, Worten und Herz weiterführen“ und wir machen weiter und jede Gedenkveranstaltung, jede Erinnerungsveranstaltung wird jetzt eine Erinnerung an Esther Bejarano und ihre Kraft und Entschlossenheit.
Microphone Mafia



Ihre Botschaften, Ansichten und Ideen für und in einer solidarischen Gesellschaft und guter Musik stecken in ihren Texten, Auftritten und ihrem Verhalten. Die Jungs aus Flittard im Nordosten von Köln – selbstbewusst, kampfbereit, und doch, um zu leben, darauf angewiesen zuzuhören, zu vermitteln, zu erklären, zu verstehen und auch zu lernen.Seit 2008 reisten sie mit Esther Bejarano und ihrem Sohn Joram Bejarano, mit jährlich bis zu 100 Konzerten, durch die Städte der ganzen Welt und gemeinsam leisteten sie moderne Erinnerungsarbeit und auch nach Esthers Bejaranos Tod 2021 geht die Reise für die Menschlichkeit mit Joram Beajarano weiter, jetzt auch für Esther und ihren Einsatz.
Eine ehrenwerte Familie – Lesung



»Begeistert«, »beeindruckt«, »bewegt« sind häufige Reaktionen auf Konzerte von ›Bejarano & Microphone Mafia‹. Sie gäben »Mut, sich gegen Rassismus und Krieg auszusprechen«. Wenn Rossi Pennino und Kutlu Yurtseven, eingeladen von Kulturgruppen, Gewerkschaften oder Schulen, auf Türkisch, Italienisch und Deutsch rappen, so blicken sie auf rund 30 Jahre ›Microphone Mafia‹ zurück. Deren Geschichte und die persönliche Geschichte dieser beiden findet sich im Buch. Aufgewachsen im Schatten der Bayer-Werke, würdigen sie zunächst die erste Generation jener Arbeitsmigranten, die »alles gaben«. Stets standen sie für das Selbstbewusstsein des HipHop, das nicht nach dem Lebenslauf fragt. Neben unbeschwerten Stücken prägen solche über die Brandanschläge der 1990er Jahre das Repertoire der Band. Das NSU-Attentat auf der Kölner Keupstraße erfuhr Kutlu aus der Nähe – allein Grund genug, sich auch jenseits der Musik in Initiativen oder auf der Schauspielbühne zu positionieren. Gastbeiträge von Esther und Joram Bejarano, Chaoze One, Murat Güngör, Hannes Loh (Anarchist Academy) u.a. runden das Buch ab.
Buntes Herz



Wenn vier Musiker aus Syrien, Iran sowie dem Irak und fünf deutsche Musiker aufeinander treffen, um gemeinsam zu musizieren, dann klingt das ganz schön bunt. Bunt ist die Mischung aus kurdischer und arabischer Folklore gemischt mit „westlich“ geprägtem Rock, die Musikherzen höher schlagen lässt. Kurz: Buntes Herz. Angelehnt auch an eine Initiative des Dreikönigsgymnasiums namens „Buntes Herz“, welche eine Kooperation mit geflüchteten Menschen in Köln-Ehrenfeld eingegangen ist.
Am Vorabend eines Festivals zugunsten dieser Initiative lernten sich die Musiker bei der Generalprobe kennen und schnell entschloss man sich, weiter gemeinsam zu musizieren.
Seitdem werden neue Klänge produziert, die einen musikalischen Gaumenschmaus für aufgeweckte Ohren bereiten.
„Nehmen uns die Angst, geben uns die Hand. Zeig‘ Dein Buntes Herz!“
BuntA



Die Fusion von Microphone Mafia und Buntes Herz steht sinnbildlich für die Kraft von Musik, Haltung und gesellschaftlichem Engagement. Beide Projekte verbindet seit jeher der Einsatz gegen Rassismus, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit – Themen, die sie auf unterschiedliche Weise künstlerisch und aktivistisch verarbeitet haben.Microphone Mafia, als politisch geprägte Hip-Hop-Gruppe mit Wurzeln in migrantischen Lebensrealitäten, bringt eine klare, direkte Sprache und jahrzehntelange Erfahrung im Kampf gegen Diskriminierung mit. Buntes Herz ist eine spannende Band, die sich für Vielfalt, Toleranz und ein solidarisches Miteinander einsetzt. Im Mittelpunkt steht ein kraftvoller musikalischer Mix, in dem verschiedene Musikrichtungen, Klänge und Sprachen miteinander verschmelzen. So entsteht ein gemeinsamer Ausdruck von Diversität, der unterschiedliche Perspektiven hörbar macht. Durch Aktionen, Begegnungen und kreative Formate wird diese Vielfalt im Alltag und auf der Bühne sichtbar und erlebbar.Die Fusion ermöglicht es, Botschaften noch stärker zu verbreiten, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen und kreative sowie politische Arbeit enger miteinander zu verzahnen.
Die Lücke



2026 jährt sich der Nagelbomben-Anschlag, der die Keupstraße 2004 erschütterte, zum 22. Mal. Die Bomben verletzten über zwanzig Menschen stark, mehrere lebensgefährlich. Im Anschluss fanden die Ermittlungen jahrelang ausschließlich im Anwohner:innenkreis statt. Opfer und Angehörige des Anschlages wurden als potentielle Täter:innen stigmatisiert. Hinweise darauf, dass der Anschlag rassistisch motiviert sei, wurden von Seiten der polizeilichen Ermittler:innen zum Teil aktiv verschleiert. Der Regisseur Nuran David Calis erarbeitete 2014 am Schauspiel Köln gemeinsam mit drei Anwohner:innen und drei Ensemble-Schauspieler:innen das Stück DIE LÜCKE, um die Menschen, deren Leben der Anschlag zutiefst erschüttert und verändert hatte, zu Wort kommen zu lassen. Bei der Premiere der LÜCKE hatte der Gerichtsprozess gegen die Mitglieder des sog. Nationalsozialistischen Untergrundes in München gerade erst begonnen. Er sollte insgesamt fünf Jahre dauern und mit einem für die Angehörigen der Opfer niederschmetternden Urteil enden, denn viele Mitangeklagte kamen mit sehr geringen Strafen davon und waren teilweise gleich nach Prozessende wieder auf freiem Fuß. Auch nach dem Schuldspruch beklagten die Anwält:innen der Mordopfer, dass das Gericht verpasst hätte, ihnen ein Gesicht zu geben.Die Inszenierung findet nun ihre Fortsetzung im Kulturbunker in Mülheim. Nach einer Führung von Anwohner:innen auf der Keupstraße werden die Betroffenen erneut befragt: Wie nehmen sie das NSU-Gerichtsurteil und den Schuldspruch wahr? Wie ist der aktuelle Stand bezüglich des Mahnmals, dem sich immer noch in Planung befindenden Erinnerungs- und Lernortes in Keupstraßen-Nähe? Ein Stück, das seit seiner Uraufführung konsequent Rassismus, Ausgrenzung und gesellschaftliche Vielfalt thematisiert.